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Autorisierungspolicies (Authorization Policies) definieren, was einem
Manager erlaubt (positive) oder verboten (negative) wird. Sie beschränken
die Informationen, die dem Manager sichtbar gemacht werden und die
Methoden, auf die sie zugreifen können.
Verpflichtungspolicies (Obligation Policies) definieren, was ein Manager
zu tun hat (positive) oder unterlassen (negative) muss.
Dabei unterscheidet [Sloman] weiter:
Einfache Aktions-basierte Autorisierungspolicies (Activity Based) be-
stehen aus Subjekt, Ziel und Aktion:
John darf die Datei F1 lesen. (Positive)
John darf die Datei F3 weder lesen, noch schreiben oder ausführen.
(Negative)
Jedes Objekt darf die Datei F1 lesen. (Positive)
Kein Objekt darf die Datei F3 schreiben. (Negative)
Die Status-basierte Autorisierungspolicy (State Based) enthält noch eine
Aussage über den Objektstatus. Das ist üblich zum Beispiel bei der
Zugriffskontrolle auf Datenbanken oder bei der Sicherheitskontrolle kriti-
scher Systeme:
John darf Personal-Einträge lesen, mit Gehaltsstufe <10
Der Operator darf die Aktion schließe_Ventil nicht ausführen, wenn Re-
aktor.Temp > 100.
Manager mit derzeitiger_Standort=Planungsbüro dürfen die Expansions-
pläne lesen.
Einfache Aktions-basierte Verpflichtungspolicies (Activity Based) ent-
halten Subjekt, Ziel und Aktion, können aber auch zusätzlich ein Event
definieren, dass die Aktion auslöst:
Der Unternehmensleiter muss die Besitztümer des Unternehmens XYZ
schützen. (Positve)
Wenn error_count > 100, muss der Monitoring Agent eine Warnmeldung
an den Operator schicken. (Positive, event triggered)
Der Standby-Manager darf keine Kontrolloperationen ausführen. (Nega-
tive)
Angestellte dürfen keine Presseauskünfte über das Unternehmen geben
(Negative)
Eine Status-basierte Verpflichtungspolicy (State Based) enthält Aussagen
über den Objektstatus. Dass kann in einigen Fällen benutzt werden, die
Subjekte oder Zielobjekte auszuwählen, auf die die Policy angewandt wird.
Controller müssen die Kocher-Temperatur so regulieren, dass 50 < boi-
ler.temp < 100. (Positive obligation in terms of target state)
Manager müssen Verbindungen neu aufbauen, wenn error_count > 50
(Positive obligation on selected targets based on state)
Manager mit Version < 1.5 dürfen den Diagnose Test A500 nicht ausfüh-
ren (Negative obligation applying to selected subjects)
Die Arbeit Slomans ist sehr abstrakt, und bringt uns der tatsächlichen Aus-
führung des Verfeinerungsprozesses nur bedingt näher. Schließlich sieht er
gar keinen Verfeinerungsprozess, sondern die direkte Formulierung der
Policy-
Spezifikationssprache
Ponder
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